TASSO-News

Katze entlaufen? Das können Sie tun!

Tipps für die Suche
           
Ein lauter Knall, eine offene Tür oder eine Auseinandersetzung mit einer anderen Katze in der Nachbarschaft - Es gibt viele Gründe, warum Katzen entlaufen. Dass Ihre Katze also einmal entwischt, ist alles andere als unwahrscheinlich. Das liegt auch in der Natur der Sache, schließlich dürfen viele Samtpfoten Freigang genießen. Doch wenn Ihre Fellnase länger als gewohnt nicht nach Hause kommt und Ihnen ihr Fernbleiben ein schlechtes Bauchgefühl bereitet, sollten Sie so schnell wie möglich Maßnahmen für die Suche nach ihrer entlaufenen Katze ergreifen. In den nachfolgenden Abschnitten geben wir Ihnen einige Tipps, wie Sie vorgehen können, wenn Ihre Katze entlaufen ist. 

Katze bei TASSO vermisst melden

Ist Ihre Katze bei TASSO registriert? Dann sollten Sie sie sofort bei TASSO vermisst melden. Dies können Sie jederzeit über das Online-Formular machen. Bitte halten Sie dafür Ihre TASSO-Kenn-Nummer, den Nachnamen, auf den Ihre entlaufene Katze registriert ist, und den Rufnamen Ihrer Samtpfote bereit. So kann eine Vermisstmeldung im Handumdrehen erstellt werden. Natürlich können Sie Ihre Katze auch jederzeit über die App vermisst melden.

Auch Katzen, die bislang nicht bei TASSO registriert waren, können vermisst gemeldet werden. Dasselbe gilt auch für Katzen, die nicht gekennzeichnet sind. Am besten registrieren Sie Ihre Katze online bei TASSO. In demselben Formular können Sie sie auch als vermisst melden.

katze-entlaufen-gluehbirne-(3).png   Warum ist die Kennzeichnung und Registrierung von Tieren so wichtig?
Eine Kennzeichnung und Registrierung erleichtert die Identifizierung Ihres Tieres, wenn es einmal entlaufen sollte. Was heißt das genau? Sie können Ihr Tier bei einem Tierarzt mit einem Transponder (Chip) kennzeichnen lassen. Das ist schnell gemacht und kostet nicht viel. Anschließend sollte die 15-stellige Transpondernummer unbedingt von Ihnen bei TASSO registriert werden. Wenn Sie Ihre Katze bei TASSO anmelden, wird die Transpondernummer zusammen mit Ihren Daten und den Daten Ihres Tieres in der TASSO-Datenbank hinterlegt. Falls Ihr Tier einmal entlaufen und gefunden werden sollte, können wir es anhand der Transpondernummer schnell identifizieren und wieder zu Ihnen nach Hause bringen.

TASSO-Suchplakate helfen bei der Suche 

TASSO_Suchplakat_42168-(1).jpgSie haben die Möglichkeit bei der Erstellung einer Vermisstmeldung, ein kostenloses TASSO-Suchplakat zu bestellen. Wir empfehlen Ihnen, keine eigenen Suchplakate mit Ihren persönlichen Kontaktdaten in der Öffentlichkeit zu verbreiten, denn leider kann mit diesen Daten Missbrauch betrieben werden. Auf einem TASSO-Suchplakat sind alle wichtigen Informationen zu Ihrem Tier zu finden, inklusiver der Telefonnummer der TASSO-Notrufzentrale. Sie informieren Sie sofort, wenn Ihr Tier gefunden wird, da die TASSO-Notrufzentrale 24 Stunden erreichbar ist. Achten Sie darauf, dass das Bild von Ihrer Katze so aktuell wie möglich ist und alle besonderen Merkmale zu sehen sind. 

Dieses Suchplakat können Sie an geeigneten Stellen in Ihrer Nachbarschaft verteilen und aufhängen. Fragen Sie beispielsweise Tierärzte und Geschäfte, ob Sie die Suchmeldung veröffentlichen dürfen. Zudem können Sie das Suchplakat an verschiedenen Stellen aufhängen, aber bitte achten Sie hierbei auf die Regeln zum Aufhängen von Such- und Informationsplakaten. Sprechen Sie auch Ihre Nachbarn oder Spaziergänger in der Umgebung an, und fragen Sie sie nach einer Sichtung Ihrer entlaufenen Katze.

Zudem besteht die Möglichkeit, die TASSO-Suchmeldung Ihrer Katze auf der Homepage und in der TASSO-App zu veröffentlichen. Dabei steht es Ihnen frei, ob diese Suchmeldung ebenfalls an die TASSO-Suchhelfer sowie das Zentrale Fundbüro weitergeleitet werden soll.

Durch all diese Maßnahmen können Sie die Suche nach Ihrer Katze ausweiten und so möglichst viele Menschen auf Ihren Verlust aufmerksam machen.

Weitere Anlaufstellen über den Verlust Ihrer Katze informieren

Auf der Suche nach Ihrer Katze sollten Sie unbedingt auch andere Anlaufstellen über Ihren Verlust informieren. Melden Sie den Verlust Ihrer Katze bei folgenden Stellen:

  • Polizei
  • Tierheime/Tierschutzvereine 
  • Tierärzte
  • Stadt/Gemeinde

Wenn Ihre geliebte Katze gefunden wird, ist die Polizei oft die erste Anlaufstelle für viele Tierfreunde. Wenn Ihre Katze entlaufen ist, sollten Sie sich daher auch bei der Polizei erkundigen. Wählen Sie dafür nicht die Notrufnummer 110, sondern die Nummer der örtlichen Polizei.

Auch umliegende Tierheime und Tierschutzorganisationen sollten informiert werden. Dort können Sie Ihre persönlichen Daten hinterlassen und werden bei einem Fund Ihrer Katze sofort angerufen. Informieren Sie bitte auch die Tierärzte in Ihrer Nähe. Es kann durchaus vorkommen, dass Ihre Katze verletzt und von einem Tierfreund zum Tierarzt gebracht wurde. Das sollte insbesondere dann gemacht werden, wenn die Katze weder gekennzeichnet noch registriert ist.

Darüber hinaus sollten Sie umgehend bei Ihrer Gemeinde oder Stadt den Verlust melden. Laut Gesetz sind Finder verpflichtet, gefundene Tiere beim zuständigen Ordnungsamt zu melden. Vielleicht wurde Ihr Tier ja bereits gefunden?

Katze entlaufen: So gestalten Sie die Suche

Durchsuchen Sie Ihre Wohnung

Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Katze entlaufen ist, sollten Sie trotzdem sicher gehen, dass sie nicht doch im Haus oder in der Wohnung zu finden ist. Katzen sind sehr neugierige Tiere, die gerne neue Dinge erkunden. Es kann also durchaus sein, dass sich Ihre Fellnase hinter dem Sofa, in einem Schrank oder unter dem Bett versteckt. Auch im Garten gibt es viele interessante Sachen zu erkunden. Gebüsche, Bäume und Blumenbeete sind nur einige Beispiele für Orte, die beliebt bei Katzen sind.

Suche in der Umgebung

Wenn Ihre Katze nicht in Ihrer Wohnung oder im Garten zu finden ist, sollten Sie Ihre Suche auf die nähere Umgebung ausweiten. Fangen Sie bei Orten an, die Ihre Katze kennt. Eventuell ist Ihre Katze in einem Waldstück ganz in Ihrer Nähe unterwegs. Aber auch interessante Verstecke wie geparkte Autos, Gebüsche und dunkle Ecken sind beliebte Aufenthaltsorte. Vergessen Sie dabei bitte nicht, auch auf Bäume zu schauen. Wie Sie bestimmt wissen, sind Katzen Kletterkünstler, die oft ein kleines Abenteuer erleben möchten.

Wenn Sie die Suche nach Ihrer entlaufenen Katze starten, empfehlen wir Ihnen, dass Sie etwas dabei haben, was Ihre Katze am Geräusch erkennt. Nehmen Sie beispielsweise die Leckerli-Dose oder ein bekanntes Spielzeug mit auf die Suche. Auch Lockrufe, wie der Name Ihrer Katze, können zum Erfolg führen. Aber achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihre Katze nicht durch panisches und zu lautes Rufen verängstigen.

Keller, Garagen oder Schuppen – Katzen lieben es, sich zu verstecken

Wie wir bereits erwähnt haben, sind Katzen sehr neugierige Tiere. Da reicht schon ein offenes Fenster oder eine sich schließende Kellertür aus und schon ist Ihre Fellnase unbemerkt irgendwo hineingeschlüpft. Beliebte und spannende Verstecke sind Keller, Garagen und Schuppen. Fragen Sie einfach in Ihrer Nachbarschaft um Hilfe, ob irgendjemand eine Katze im Haus bemerkt hat. Wir empfehlen sogar, bei Ihren Nachbarn direkt nachzufragen, ob Sie in ihren Kellern, Garagen oder Schuppen nach Ihrer Katze suchen dürfen. Denn es kann durchaus vorkommen, dass Ihr Nachbar Ihre Katze gar nicht bemerkt hat oder sie sich aus Angst vor einer fremden Person versteckt. Alternativ können Sie auch darum bitten, dass mögliche Verstecke mindestens eine halbe Stunde geöffnet werden, damit die Katze wieder herausfinden kann.

Suchen Sie auch bei Nacht

Bei manchen Katzen kann es vorkommen, dass sie von den neuen Eindrücken so überwältigt werden, dass sie sich nicht trauen, tagsüber ihr Versteck zu verlassen. Ziehen Sie daher nachts oder in der Dämmerung los, um Ihre Katze zu suchen. Wenn es auf den Straßen ruhiger wird, werden entlaufene Katzen mutiger, sie zeigen sich eher oder reagieren auf Rufe. Nehmen Sie auch eine Taschenlampe mit auf die Suche. Das Licht der Taschenlampe wird in den Augen Ihrer Katze reflektiert und sie sehen sofort, ob sich Ihre Katze irgendwo versteckt. Das kann sich auch schon am Tag lohnen.

Katze nach Umzug entlaufen

Ist Ihre Katze kurz nach einem Umzug entlaufen? Dann sollten Sie auch auf dem Weg zwischen altem und neuem Wohnort suchen. Erfahrungsgemäß versuchen Katzen zu Ihrer alten Wohnung zurückzufinden.

Suche mit Partnertier

Falls Ihre Katze einen felligen Freund zu Hause hat, können Sie auch diese Katze mit auf die Suche nehmen. Setzen Sie sie dafür einfach in eine Transportbox und suchen Sie die Gegend am Abend weitläufig ab. Manchmal reagiert die Katze, die entlaufen ist, auf die Laute ihres Freundes. Setzen Sie aber bitte diesen Tipp nur um, wenn es für Ihre andere Katze in Ordnung ist.

Tipp: Heimwärtsschleppe legen

In manchen Fällen kann auch eine sogenannte Heimwärtsschleppe zum Erfolg führen. Dazu benötigen Sie ein länger getragenes Kleidungsstück von dem Familienmitglied, das Ihrer Katze am nächsten steht. Dieses Kleidungsstück sollte nicht zu einem Zeitpunkt getragen worden sein, zu dem Ihr Tier Angst, Trauer oder Panik verspürte. Packen Sie das Kleidungsstück in eine dichte Tüte und binden Sie diese fest zu, damit der Geruch erhalten bleibt. Anschließend legen Sie die Route für die Heimwärtsschleppe fest. Dazu legen Sie bitte eine Karte an, auf der Ihr Haus oder Ihre Wohnung im Mittelpunkt steht. Zeichnen Sie dann sternenförmig Wege ein, die alle zu Ihnen nach Hause zurückführen. Fahren Sie von Zuhause zu dem ersten Ziel auf Ihrer Karte und holen Sie das Kleidungsstück aus der Tüte. Binden Sie dieses an einem Seil fest und schleifen Sie es hinter sich her, während Sie sich auf den Weg nach Hause machen. Vergessen Sie bitte nicht, auch Bäume, Bänke und Büsche mit dem Kleidungsstück abzustreifen. Diesen Vorgang wiederholen Sie so oft, bis alle Wege auf der Karte abgelaufen sind und Sie das Gefühl haben, dass Ihr Zuhause sternenförmig mit der „Duftschleife" markiert wurde. Bitte achten Sie auch darauf, dass Sie auf dem Nachhauseweg nicht quer über die Wege laufen, sondern sich an die vorher festgelegten Wege halten.

Finden Sie Hilfe über das Internet

Wenn Ihre Katze entlaufen ist, dann ist es ebenfalls sinnvoll, dass Internet für Ihre Suche zu nutzen. Teilen Sie einfach die TASSO-Suchmeldung in sozialen Netzwerken, wie Facebook und Instagram. Schreiben Sie verschiedene Gruppen, die vermisste Tiere veröffentlichen an, und teilen Sie ihnen mit, dass Ihre Katze entlaufen ist und Sie auf der Suche nach ihr sind. So besteht die Möglichkeit, viele Tierfreunde über den Verlust Ihrer Katze zu informieren. Und vielleicht ist auch der Tierfreund dabei, der Ihre Katze gesehen oder gefunden hat. Achten sie bei der Suche im Internet aber bitte ebenfalls darauf, dass Sie keine persönlichen Daten veröffentlichen.

Auch Wohnungskatzen können entlaufen

Wenn Wohnungskatzen entlaufen, ist das besonders schlimm. Ihre Katze kennt die Welt außerhalb Ihrer Wohnung gar nicht. Deswegen ist sie auch nicht für die Gefahren sensibilisiert, die zum Beispiel durch den Straßenverkehr drohen. Wenn Katzen aus dem Fenster oder vom Balkon gestürzt sind, befinden sie sich oft noch in der Nähe. Mit großer Wahrscheinlichkeit verstecken sie sich. Daher ist es empfehlenswert, dass Sie für Ihre Wohnungskatze draußen einen geschützten Platz einrichten. Ein Kleidungsstück, das nach Ihnen riecht, kann dabei helfen, Ihre Katze anzulocken. Weiterhin können Sie Duftspuren mit benutzter Katzenstreu legen. Im Idealfall erkennt Ihre Katze ihren eigenen Duft und folgt diesem. Futter auszulegen, ist hingegen keine so gute Idee, denn das lockt auch andere Tiere an, und Ihre entlaufene Wohnungskatze traut sich dann vielleicht nicht heran.

Haben Sie Ihre Katze wieder gefunden?

Ihre Katze hat wieder zu Ihnen nach Hause gefunden? Das freut uns wirklich sehr! Bitte nutzen Sie das Online-Formular, um dies mitzuteilen: Tier wieder da. Dann können wir die TASSO-Suchmeldung aus unserer Datenbank entfernen und unsere TASSO-Suchhelfer darüber informieren.


Die gefährlichste Nacht des Jahres – TASSO-Tipps zu Silvester

Bald ist es wieder soweit: Die für Haustiere gefährlichste Nacht des Jahres steht an. Nach wie vor entlaufen an Silvester und Neujahr so viele Tiere wie an keinem anderen Tag. In der TASSO-Notrufzentrale herrscht daher in dieser Zeit Ausnahmezustand. Mit kräftig aufgestockter Besetzung ist die Notrufzentrale bereit, um im Ernstfall helfen zu können. Im Sinne Ihres Tieres und auch mit Blick auf Ihr Wohlbefinden hoffen wir jedoch, dass unsere Hilfe gar nicht nötig wird. Achten Sie daher bitte rund um den Jahreswechsel verstärkt auf Ihre vierbeinigen Freunde, greifen Sie ein, wenn andere Tiere in Not sind und verzichten Sie vielleicht selbst darauf, Feuerwerk zu zünden. Denn die TASSO-Zahlen zeigen: Silvester ist der Horror für viele Haustiere.

An keinem anderen Tag des Jahres verschwinden so viele geliebte Fellnasen wie am letzten. So haben zum Jahreswechsel von 2022 auf 2023 insgesamt 520 Tierhalter ihre vierbeinigen Lieblinge bei TASSO als vermisst gemeldet. Zusätzlich sind 262 Tiere gefunden worden, ohne dass zu dem Zeitpunkt schon eine Vermisstenmeldung bei TASSO vorlag. Das bedeutet: Allein an Silvestern 2022 und Neujahr 2023 sind mindestens 782 Tiere entlaufen und waren auf sich allein gestellt.

„Uns erreichen in der Silvesternacht und an Neujahr wirklich sehr viele Anrufe. Nicht nur von Tierhaltern, sondern zum Glück auch von vielen Menschen, die ein umherirrendes Tier gefunden und eingegriffen haben“, erinnert sich TASSO-Mitarbeiterin Karin Wloka an die vergangenen Silvesterdienste in der TASSO-Notrufzentrale. Viele Tiere entlaufen zum Beispiel auch, weil sie durch offen gelassene Türen oder Fenster entwischen, während ihre Halter um Mitternacht in den Garten oder auf die Straße vor dem Haus gehen, um das neue Jahr zu begrüßen. Vor allem Besucher achten häufig nicht darauf, alle Türen zu schließen.

Lassen Sie Ihren Hund deshalb nicht mehr frei laufen, sobald der Böllerverkauf begonnen hat. Auch ein Hund, der keine Angst zeigt, kann sich erschrecken und weglaufen, wenn ein Knallkörper direkt neben ihm explodiert. Achten Sie besonders beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto und beim Öffnen der Wohnungstür darauf, dass Ihre  Vierbeiner nicht entwischen. Besondere Vorsicht gilt bei ängstlichen Hunden. Sichern Sie diese Tiere zusätzlich mit einer zweiten Leine und einem Sicherheitsgeschirr vor dem Entlaufen. Wählen Sie soweit es möglich ist ruhige Spazierwege. Seien Sie lieber zu vorsichtig als zu nachsichtig.

Auch Freigängerkatzen trauen sich rund um Silvester oft nicht nach Hause oder haben sich verlaufen, weil sie aus Angst vor dem lauten Knallen von ihren üblichen Wegen abgewichen sind. Daher sollten die Tiere – auch Wohnungskatzen – unbedingt bei TASSO registriert sein, damit sie im Ernstfall eine Chance haben, wieder nach Hause zurückgebracht werden zu können.

Für die Tage rund um den Jahreswechsel rät TASSO Tierhaltern:

  • Lassen Sie Ihre Freigängerkatzen im sicheren Haus
  • Sichern Sie Ihren Hund bei jedem noch so kleinen Spaziergang gut ab
  • Versuchen Sie am Silvestertag rechtzeitig mit Ihrem Hund die letzte Gassirunde zu gehen, bevor überall ausgelassen geknallt wird
  • Richten Sie Rückzugmöglichkeiten in der Wohnung ein und versuchen Sie durch heruntergelassene Rollos und mit Hilfe des laufenden Fernsehers oder Radios den Lärm auszusperren 
  • Wenn Ihr Hund große Angst hat, überlegen Sie vielleicht, irgendwo hinzufahren, wo es ruhiger zugeht
  • Seien Sie bei Ihrem Tier und stehen Sie ihm bei, wenn es Angst hat
  • Leidet Ihr Tier auch gesundheitlich stark unter dem Krach des Jahreswechsels, halten Sie frühzeitig Rücksprache mit Ihrem Tierarzt 
  • Verzichten Sie an Silvester selbst auf das Zünden von Raketen und Böllern und gehen Sie mit gutem Beispiel voran


Mit dem Hund sicher durch den Herbst 

Fellwechsel, Grasmilben und Sichtbarkeit

Für viele Hunde ist der Herbst eine willkommene Abwechslung zum heißen Sommer. So großen Spaß Schwimmen, Sonnen und lange Spaziergänge an lauen Sommerabenden auch machen, so anstrengend ist die große Hitze auch für viele unserer Vierbeiner. Im Herbst ist nun wieder Zeit für gemütliche Kuschelabende und ausgiebige Wanderungen.

Hundepfoten pflegen

Die Sorge um zu heißen Asphalt ist nun passé, den empfindlichen Hundepfoten machen stattdessen spitze Kastanienstacheln, kleine Ästchen oder feste Laubstücke Ärger. Prüfen und reinigen Sie daher nach jedem Spaziergang die Pfoten Ihres Hundes. Vor allem in langem Fell bleiben schnell mal kleine Fremdkörper hängen, die für Ihren Vierbeiner unangenehm sein können.

Kastanien und Eicheln sind nichts für Hundeschnauzen

Sie sind klein, hübsch und läuten jährlich die Herbstzeit ein: Kastanien und Eicheln. Dann sind viele Wiesen, Straßen und Feldwege regelrecht übersäht von diesen Nussfrüchten. Doch diese können für Hunde gefährlich werden, wenn Ihr Tier diese frisst. Die grüne Stachelschale, (unreife) Kastanien und Eicheln enthalten giftige Stoffe, die bei Hunden zum Beispiel zu Schleimhautentzündungen und Verdauungsproblemen führen können. Werden die Früchte im ganzen verschluckt, kann es beim Tier zu einem Darmverschluss kommen. Achten Sie bei Ihrer Gassirunde oder in Ihrem Garten darauf, dass Ihr Vierbeiner diese kleinen Früchte nicht frisst und nutzen Sie Kastanien auch bitte nicht als Wurfspielzeug für Ihren Hund.

Grasmilben sind unterwegs 

Neben Zecken und Flöhen haben es im Spätsommer und Herbst auch Grasmilben auf unsere tierischen Begleiter abgesehen. Die Larven der Parasiten befallen Hunde und Katzen und bereiten ihnen oft jede Menge Ärger. Einige Vierbeiner reagieren sehr empfindlich auf die Bisse und haben nun mit großem Juckreiz zu kämpfen. Oft hilft es jedoch schon, wenn Sie Ihrem Hund nach dem Rennen durch die Wiese die Pfoten und Beine kurz abwaschen. Wenn sich Ihr Hund jedoch vermehrt schleckt und Sie sich Sorgen machen, ziehen Sie Ihren Tierarzt zu Rate. 

Fellwechsel 

Sobald es kühler wird, legen unsere Hunde ihre „Winterkleidung“ an. Vor allem bei langhaarigen Hunden wächst dann das dicke Winterfell, das sie draußen auch an ungemütlichen Tagen warm und trocken hält. Den Fellwechsel können Sie durch regelmäßiges Bürsten unterstützen. So entfernen Sie abgestorbene Haare und regen die Durchblutung an.

Ausrüstung bereitlegen

Für kranke und ältere Hunde kann es auch bereits im Herbst notwendig sein, einen passenden Hundemantel zu tragen. Denn zum Beispiel Hunde ohne Unterwolle, die schnell frieren, können so vor der Kälte und Nässe geschützt werden. Allerdings sollte die Hundekleidung gut sitzen und das Tier nicht einschränken. Lassen Sie sich beraten, wenn Sie unsicher sind, was das Beste für Ihren Vierbeiner ist. Worauf Sie bei einem Hundemantel außerdem beachten sollten, das haben wir für Sie hier zusammengefasst: Zusätzlicher Wetterschutz bei Hunden

Sehen und gesehen werden 

Je kürzer die Tage werden, desto weniger Zeit bleibt im Alltag manchmal für Spaziergänge im Tageslicht. So ist es manchmal unvermeidlich, mit dem Vierbeiner im Dunkeln unterwegs zu sein. Nehmen Sie Ihren Hund im Dunkeln vor allem dort an die Leine, wo Verkehr herrscht und man ihn übersehen könnte. Auch darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund gesehen wird. Dafür gibt es im Tierbedarf jede Menge Lösungen. Sie reichen von aufladbaren Leuchthalsbändern, über reflektierende Leinen bis hin zu reflektierende Geschirren oder Mäntelchen. Vergessen Sie sich selbst nicht: Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie ebenfalls in der Dunkelheit sichtbar sein. Stecken Sie zudem für unterwegs eine kleine Taschenlampe ein, wenn Sie für einen Spaziergang im Wald oder Feld die beleuchteten Bereiche verlassen. Dann sehen Sie besser, Sie werden besser gesehen und Sie finden bei der Entsorgung die Hinterlassenschaften Ihres tierischen Freundes in der Dunkelheit leichter wieder.


Mit Katze durch den Herbst

Bieten Sie Ihrer Samtpfote Beschäftigung und mehrere Liegeplätze

Im Herbst lässt die Entdeckungsfreude vieler Katzen nach. Wenn sich der Sommer und die damit verbundenen warmen Tage dem Ende entgegen neigen, werden auch viele abenteuerlustige Katzen wieder häuslicher. Ihre Streifzüge draußen werden kürzer und das kuschelige Kissen auf der Fensterbank scheint auf einmal viel verlockender als noch vor einigen Wochen. Wenn es draußen ungemütlicher wird, suchen Katzen vermehrt die Behaglichkeit, die das eigene Zuhause verspricht. In dieser Zeit können Tierhalter es ihnen ganz besonders schön machen.

Schutzbereich draußen einrichten

Ist Ihre Katze gerne auch im Herbst und Winter draußen unterwegs? Achten Sie darauf, dass Ihre Katze jederzeit Zugang zur Wohnung oder zumindest zu geschützten Plätzen im Garten hat, damit sie sich vor Kälte und Regen zurückziehen kann, wenn Sie einmal nicht zu Hause sind, um Ihrem Tier die Tür zu öffnen.

Katzenschutzhütte winterfest machen

Mit einer winterfesten Katzenschutzhütte können Sie Ihrem Freigänger draußen einen wettergeschützten Platz einrichten. Ob gekauft oder selbstgebaut, unsere Tierschutz-Experten geben fünf Tipps, worauf Sie dabei achten sollten:

  1. Katzenhütte sollte aus robusten und wetterfesten Materialien bestehen
  2. Wände und Boden sollten gut isoliert sein, zum Beispiel mit Styropor
  3. Für zusätzliche Wärme sorgen Decken und Stroh im Inneren der Hütte (regelmäßig prüfen und austauschen, damit sich keine Nässe bildet)
  4. Hütte sollte nicht direkt auf dem Boden und an einer möglichst wind- und wettergeschützten Stelle stehen
  5. Eingang kann zusätzlich mit einer Katzenklappe oder einer „Schwingtür“ aus durchsichtigen PVC-Lamellen geschützt werden

Verschiedene Liegeplätze zum Wohlfühlen

Bieten Sie Ihrer Samtpfote über die Wohnung verteilt mehrere Liegeplätze an – zum Beispiel einen, von dem aus sie beobachten kann, was draußen auf der Straße oder im Garten vor sich geht, einen, an dem Ruhe herrscht und sie sich zurückziehen kann, und natürlich einen in Ihrer Nähe. Schließlich sind auch die Menschen im Herbst häufiger zu Hause, was viel Zeit für ausgiebige Kuschelstunden für Stubentiger mit sich bringt.

Bewegung nicht vergessen 

Denken Sie an ausreichend Bewegung und Aktivität für Ihre Katze. Je langweiliger es draußen wird, desto spannender können Sie die Wohnung für Ihre Katze gestalten. Bieten Sie ihr Klettermöglichkeiten oder gemeinsame Spiele, um den Bewegungsdrang und ihr Köpfchen zu fordern. Viele Spielzeuge können Sie auch selbst basteln. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Katzen-Socken-Spielzeug oder einer selbstgemachten Katzenangel? Auch bei sogennanter Wintermüdigkeit bei Katzen, kann Bewegung entgegenwirken.

Fellwechsel unterstützen

Vor allem Freigängerkatzen wechseln im Herbst auf ein dichteres schützendes Winterfell. Den Fellwechsel können Sie durch regelmäßiges Bürsten alle paar Tage unterstützen. So werden abgestorbene Haare entfernt, die Durchblutung angeregt und außerdem genießen viele Stubentiger die zärtlichen Streicheleinheiten mit der Bürste. Wenn Ihre Katze das Bürsten nicht mag und nicht zu den langhaarigen Rassen gehört, die regelmäßige Hilfe bei der Fellpflege benötigt, sollten Sie Ihren tierischen Liebling nicht zwingen, sondern auf das Bürsten verzichten.        


Was tun bei einem Wildunfall?

Die Straße durch den Wald ist dunkel, der vereinzelte Gegenverkehr blendet. Links und rechts bilden Bäume eine schwarze Wand, Leitpfosten reflektieren im Fernlicht. Szenen wie diese kennt jeder Autofahrer, der im Herbst oder Winter abseits der Autobahn unterwegs ist. Immer aufmerksam, immer auf der Hut, weil jeden Moment ein Tier vor das Auto laufen könnte. Was zwar in den meisten Fällen nicht passiert, kann umso schlimmer enden, wenn es doch einmal vorkommt. Daher rät TASSO Autofahrern nun wieder zu erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit.

Tempo anpassen, Abstand halten und bremsbereit sein – vor allem dort, wo gezielt vor Wildwechsel gewarnt wird, ist das wichtig. Sobald Wild am Straßenrand zu erkennen ist, sollten Verkehrsteilnehmer abbremsen und hupen, um das Tier zu verscheuchen. „Auf keinen Fall darf das Tier durch das Einschalten des Fernlichtes geblendet werden, da es hierdurch die Orientierung verliert und dadurch erst recht auf die Lichtquelle und somit die Straße zulaufen wird“, gibt TASSO-Leiter Philip McCreight zu bedenken. Sobald ein Tier zu sehen ist, sollte also unbedingt von Fern- auf Abblendlicht umgeschaltet werden. Achtung: Da Wildtiere meist im Rudel auftreten, gilt es außerdem abzuwarten, ob weitere Tiere folgen.

Autofahrer, die versuchen, ein vor das Auto gelaufenes Tier durch ein Ausweichmanöver zu schützen, begeben sich und andere Verkehrsteilnehmer in große Gefahr. Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr oder mit Bäumen am Straßenrand enden oft schwerwiegend. Daher rät zum Beispiel der ADAC: Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist, Lenkrad festhalten und kontrolliert bremsen.

Und wenn es tatsächlich zu einem Zusammenstoß mit einem Wildtier gekommen ist?  

  • Bringen Sie das Auto zum Stillstand und versuchen Sie, Ruhe zu bewahren
  • Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, ziehen Sie und alle weiteren Fahrzeuginsassen Warnwesten an, sichern Sie die Unfallstelle und versorgen Sie eventuell verletzte Personen
  • Informieren Sie die Polizei über Ihren Unfall
  • Bleiben Sie so lange bei dem verletzten Tier, bis Hilfe eintrifft
  • Machen Sie Fotos von der Unfallstelle und dem Tier und notieren Sie die Kontaktdaten möglicher Zeugen

So schwer es auch fallen mag, untätig zu bleiben: Die Eigensicherung geht vor. Ein verletztes Tier darf niemals angefasst werden, da es Schmerzen haben und in Panik beißen könnte. Ein verletztes oder totes Tier darf zudem niemals in guter Absicht mitgenommen werden. Diese Handlung gilt im Sinne des Gesetzes als strafbare Wilderei.

TASSO-Tipp: Es ist hilfreich, sich von der Polizei noch vor Ort für die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung ausstellen zu lassen. Diese kann bei der eigenen Kfz-Versicherung eingereicht werden. Insbesondere, wenn das verletzte Tier geflüchtet ist, ist diese Bescheinigung für die Versicherung wichtig.


Katzen müssen nicht ins Tierheim

Werdende Eltern und Katzenhalter stehen im Laufe der Schwangerschaft immer wieder vor der Frage, was mit ihrer Katze passieren soll: Schließlich müsse man überlegen, wohin das Tier, das die werdende Mutter eventuell mit Toxoplasmose infizieren könnte, umziehen könne. Es wird unterstellt, dass der Kontakt zum Schmusetiger prinzipiell eine Lebensbedrohung für das Ungeborene darstelle. „Leider werden aufgrund von Vorurteilen viele Katzen ins Tierheim abgegeben, wenn sich ein Baby ankündigt. Die Tierheime sind oft überfüllt." erklärt shelta-Leiterin Heike Engelhart.

TASSO e.V. erklärt, was zu beachten ist, damit keine Katze ihr Zuhause verlassen muss.

Nicht vom Katzenklo geht die größte Gefahr aus

Als Hauptargument für einen Auszug der Katze wird meist die Gefahr der Ansteckungsgefahr mit der Infektionskrankheit Toxoplasmose genannt. Studien belegen, dass die Hauptquelle des Erregers jedoch rohes beziehungsweise nicht durchgegartes Fleisch, wie Tartar, Steaks, Salami und Mettwurst ist. Auf den Verzehr hiervon sollten Schwangere unbedingt verzichten. Untersuchungen zufolge ist etwa jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens mit Toxoplasmose infiziert gewesen. Das Gute an der Sache: Hat die Frau einmal eine Infektion durchgestanden, bildet sie Antikörper und ist in der Regel vor weiteren Ansteckungen geschützt.

Prinzipiell sind schwangere Katzenhalterinnen gut beraten, wenn sie sich auf Toxoplasmose-Antikörper hin testen lassen. Zwar gehört dieser Bluttest nicht zur routinemäßigen Muttervorsorge, kann jedoch schnell klären, ob die Frau immun ist und somit kein Anlass zur besonderen Sorge besteht. Hat die Schwangere keine Antikörper im Blut, kann sie den Test in regelmäßigen Abständen wiederholen, um eine mögliche Infektion zeitnah zu erkennen und behandeln zu können. In jedem Fall gilt: Besprechen Sie das Thema ausführlich mit Ihrem Gynäkologen.

Hygiene im Umgang mit Katzen ist das A und O

Das Ansteckungsrisiko über den Kontakt zu Katzen ist weitaus geringer als durch den Kontakt und Verzehr mit Rohfleischprodukten. Dennoch müssen Katzenhalter wissen, dass Toxoplasmose-Erreger sich auch im Katzenkot befinden können. Hauptsächlich betroffen sind hiervon Freigänger, die den Parasiten beispielsweise über den Verzehr erlegter Mäuse zu sich nehmen und wieder ausscheiden. Wohnungskatzen sind wahrscheinlich keine Träger der Toxoplasmose, sofern sie nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden.

Tipps für schwangere Katzenhalterinnen

Katzen müssen ihr Zuhause nicht verlassen, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Wenn folgende Regeln beachtet werden, besteht in der Regel keine Gefahr der Infektion, selbst wenn das eigene Tier Träger der Toxoplasmose ist:

Der Tierarzt kann Katzen auf Toxoplasmose-Antikörper hin testen. Fällt der Test positiv aus, sollte durch eine Kotuntersuchung abgeklärt werden, ob die Katze Toxoplasmen ausscheidet. Auf jeden Fall ist besondere Vorsicht im Umgang mit dieser Katze geboten.

Nach jedem Kontakt mit der Katze sollten sich Schwangere gründlich die Hände waschen.

Schwangere sollten das Säubern der Katzentoilette jemand anderem überlassen. Steht niemand zur Verfügung, tragen sie grundsätzlich Einmalhandschuhe, die sie nach jedem Gebrauch wegwerfen. Anschließend gilt dennoch: Hände waschen.

Schwangere verzichten bei der Katzennahrung idealerweise auf rohes Fleisch.

Werdende Mütter vermeiden am Besten den Kontakt zu unbekannten oder kranken Katzen.

Diese Informationen werden von TASSO zur Verfügung gestellt und sind auf deren Internetseite nachzulesen.

Nach oben