TASSO-News

„Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“ 
Teil 1: Das Frühjahr – alte Haare, Ungeziefer und Jungtiere

Das lange Frieren hat ein Ende, die Vögel zwitschern wieder, die Sonne gewinnt an Kraft. Mit großen Schritten rollt der Frühling auf uns zu. Im Gepäck hat er hoffentlich jede Menge Sonnenschein und viele schöne Stunden, die wir mit unseren Vierbeinern in der Natur verbringen können. Neben all dem bringt der Frühling für die Hundehalter unter uns aber auch Verpflichtungen und eine erhöhte Aufmerksamkeit mit sich.

Und für den ein oder anderen vermutlich auch vermehrtes Staubsaugen, denn besonders die langhaarigen Hunde entledigen sich nun langsam ihres dicken Winterfells und steigen auf leichte Sommer-Behaarung um. Unterstützen Sie diesen Wechsel durch tägliches Bürsten. Das führt dazu, dass weniger Haare in der Wohnung umherfliegen und hilft dem Hund auch beim Fellwechsel, denn beim Bürsten werden die abgestorbenen Haare entfernt. Außerdem bedeutet diese Routine für viele Hunde einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor.

Die Gefahr im hohen Gras

So schön das Rennen über saftig grüne Wiesen für Sam, Luna und Co. ist, es birgt auch Risiken. Denn mit den wärmeren Temperaturen machen sich auch wieder Ungeziefer wie Flöhe und Zecken auf den Weg, unsere Vierbeiner und uns zu ärgern. Besonders gefährlich sind Zecken, die schon ab acht Grad Celsius aus ihrer Winterstarre erwachen. Sie übertragen gefährliche, teils lebensbedrohliche Krankheiten, wie Borreliose oder Babesiose. Ein wirksamer und frühzeitiger Schutz Ihres Hundes vor den krankheitsübertragenden Plagegeistern ist daher unerlässlich.

Dazu eignen sich zum Beispiel verschiedene Spot-On-Präparate oder Parasitenschutz-Halsbänder. Diese Anti-Zeckenmittel sind sowohl im Tierbedarfsmarkt als auch beim Tierarzt erhältlich. Das Angebot ist vielfältig. „Daher sollte jeder Tierhalter, der noch nicht weiß, welches Mittel für seinen vierbeinigen Liebling die beste Wahl ist, das unbedingt mit seinem Tierarzt besprechen, denn nicht für alle Tiere sind alle Lösungen gleich gut geeignet“, rät die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Zusätzlich zum prophylaktischen Schutz ist es wichtig, Zecken sofort zu entfernen. Denn: „Je länger eine Zecke vom Blut des Hundes saugt, desto höher ist die Gefahr, dass gefährliche Krankheitserreger übertragen werden“, weiß Dr. Anette Fach. Sie empfiehlt daher: „Suchen Sie Ihren Hund nach jedem Aufenthalt im Freien ab und entfernen Sie die Zecken zum Beispiel mit Hilfe einer Zeckenzange.“ Gleiches gilt übrigens auch für Katzen mit Freigang. Auch sie werden häufig Opfer der kleinen „Vampire“.

Kinderstube in der Natur

Nicht nur unsere Vierbeiner verdienen im Frühjahr Pflege und besonderen Schutz. Mit den wärmeren Temperaturen ab Mitte März beginnt die sogenannte Brut- und Setzzeit. In dieser Zeit werden Feld und Wald zur Kinderstube für Wildtiere und Vögel. Überall ist daher in dieser Zeit erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksicht geboten, um die Tiere nicht beim Brüten oder bei der Aufzucht ihres Nachwuchses zu stören.

Daher gelten vielerorts bestimmte Regeln für Wald-, Jagd- und Naturschutzgebiete, die häufig die jeweiligen Gemeinden individuell festlegen. In Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt besteht während der Brut- und Setzzeit eine generelle Leinenpflicht in der freien Landschaft. Die Regelungen unterscheiden sich aber je nach Bundesland und auch je nach Gemeinde stark. Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung, welche Regeln für Sie gelten. Denn eine Missachtung kann den Tieren unter Umständen schaden und zum Beispiel auch mit einem Bußgeld geahndet werden.




Umzug mit Katze – Stressfrei ins neue Zuhause

Die Kartons sind gepackt, der Möbelwagen ist bestellt, und bald geht das große Abenteuer los. Der Umzug in eine neue Wohnung. Was für uns Menschen oft mehr Platz, eine schönere Lage oder eine positive private Veränderung bedeutet, bringt für die beteiligten Stubentiger zunächst meist nur eins mit sich: puren Stress. Als sehr territoriale Tiere mögen Katzen große Veränderungen in der Regel nicht. Da sich diese aber nicht immer umgehen lassen, sollten Katzenhalter versuchen, die aufregende Zeit eines Umzugs so angenehm wie möglich für den Vierbeiner zu gestalten.

Das beginnt schon bei den Vorbereitungen: Kistenpacken finden viele Samtpfoten noch sehr spannend, und sie sind gerne dabei. Andere irritiert schon das, und sie versuchen sich zu verstecken. In beiden Fällen sollten Sie vorsichtig sein, damit Ihr tierischer Liebling nicht aus Versehen in eine Kiste klettert, die anschließend verschlossen wird. Am besten hält sich das Tier in einem anderen Zimmer auf, während Sie packen.

Der Umzugstag

Der große Tag ist gekommen. Mit etwas Planung und Rücksicht gelingt es Ihnen hoffentlich, dass Ihre Katze davon möglichst wenig mitbekommt. Am besten ist es, wenn das Tier zum Beispiel bei Bekannten abwarten kann bis der Umzug über die Bühne gebracht wurde. Ist das nicht möglich, bringen Sie Ihren tierischen Liebling mit allem, was er benötigt, in einem eigenen Zimmer unter. Schließen Sie sicherheitshalber die Tür ab, damit nicht aus Versehen einer der Helfer die Tür öffnet, und räumen Sie dieses Zimmer zuletzt aus. Während der letzten Minuten in der alten Wohnung und auf der Autofahrt geht es dem Tier in der Transportbox am besten. Üben Sie schon einige Wochen vorher mit Ihrer Katze, damit sie freiwillig in diese Box hineingeht und sich darin wohlfühlt. Das ist unabhängig vom Umzug zum Beispiel auch für Tierarztbesuche wichtig.

Im neuen Zuhause angekommen, sollte sich das Tier ebenfalls zunächst in einem separaten Zimmer umsehen können. So ist gewährleistet, dass es nicht während des Trubels in Gefahr gerät oder sogar entläuft. Für alle Fälle ist es natürlich wichtig, dass sowohl Freigänger als auch reine Wohnungskatzen spätestens jetzt bei TASSO registriert sind.

Damit die Eingewöhnung möglichst sanft gelingt, sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze Vertrautes an vertrauten Orten findet. Ein Umzug mag zwar eine gute Gelegenheit sein, Dinge auszutauschen oder Standorte zu verändern, doch damit sollten Sie im Sinne Ihres Stubentigers besser noch ein wenig warten. Dann weiß er beispielsweise einen neuen Kratzbaum in einigen Wochen bestimmt mehr zu schätzen.

Langsam anfangen mit dem Freigang

Ist Ihre Katze Freigänger? Dann steht Ihnen und Ihrem tierischen Liebling nun möglichweise eine harte Zeit bevor. Denn in den ersten Wochen (empfohlen wird in der Regel mindestens ein Monat) sollte die Katze unbedingt in der Wohnung bleiben. Bevor sie die Nachbarschaft erkundet, ist es wichtig, dass sie ihr neues Zuhause als eigenes Territorium anerkennt. Zwar könnte der Protest Ihres Tieres nervenaufreibend sein, aber letztlich ist es ganz im Sinne seiner Sicherheit, dass Sie einige Zeit durchhalten. Spielen Sie in dieser Zeit viel miteinander, bieten Sie Ihrer Katze auch in der Wohnung möglichst viel Abenteuer, und haben Sie viel Verständnis für sie. Vor dem ersten Freigang sollten Sie zudem genau überlegen, ob die neue Umgebung wirklich sicher für eine Katze ist. Eine Hauptstraße oder Bahngleise vor dem Haus sind lebensgefährlich. Auch wenn die Gefahr lediglich auf einer Seite Ihres Zuhauses droht, sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass Ihr Tier die richtige Entscheidung trifft, denn Katzen erkunden aus Neugierde beinahe alle Wege. Begleiten Sie Ihr Tier anfangs in den Garten (falls vorhanden), und sprechen Sie vorher auch mit Ihren direkten Nachbarn, damit keine Missverständnisse entstehen.

Noch ein Tipp zur Vermeidung von Ärger: Wenn Sie zur Miete wohnen und eine Katzenklappe einbauen, sollten Sie dafür unbedingt die Erlaubnis des Vermieters einholen. Der unberechtigte Einbau einer Katzenklappe in die Wohnungstür einer Mietwohnung kann eine fristlose Kündigung nach sich ziehen. Dass eine Katze mit Ihnen in die Wohnung zieht, haben Sie natürlich vorher besprochen und schriftlich festgehalten.




„Puh, du hast Mundgeruch!“ –
 Zahnhygiene bei Haustieren ist wichtig

Tube auf, Zahnpasta auf die Bürste, putzen – Für uns Menschen ist das mindestens zweimal täglich zwei bis drei Minuten lang Routine. Nicht weniger wichtig ist die regelmäßige Zahnpflege für unsere Haustiere. Denn auch bei Hunden und Katzen kann vernachlässigte Zahnhygiene zu Problemen führen. Das ist sogar ein häufiger Grund für Tierarztbesuche. Da für die medizinisch sinnvolle Entfernung von Zahnstein eine Narkose notwendig ist, sollten Sie versuchen, möglichst viel für die Zähne Ihrer Haustiere zu tun.

Die Schwierigkeit: Natürlich putzen sich unsere Haustiere nicht alleine zweimal täglich die Zähne. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, die Zähne von Hunden und Katzen dennoch zu pflegen. Zum einen kann man sich das Futter zunutze machen. Trockenfutter gilt im Allgemeinen als besser für die Zahngesundheit, da das Kauen zu einem gewissen Abrieb an den Zahnflächen führt. Außerdem gibt es spezielle Zahnpflegefutter auf dem Markt, die aufgrund ihrer Textur zusätzlich zahnreinigend wirken. Spezielle Kaustangen können ebenfalls dabei helfen, die Zähne zu reinigen. Allerdings haben die industriell hergestellten Produkte auch Nachteile: Sie bestehen meist aus relativ viel Bindegewebe und nicht aus hochwertigem Eiweiß. Außerdem nehmen die Tiere dadurch zusätzlich Kalorien auf. Da viele Haustiere in Deutschland bereits zu dick sind, gilt hier Vorsicht. Desinfizierende Trinkwasserzusätze sind eine gute Alternative. Diese Produkte helfen auch für einen frischen Atem.

Aber Dr. Anette Fach weiß: „Am besten, man putzt seinem Tier aktiv die Zähne. Mit vielen Tieren lässt sich das trainieren.“ Für das Zähneputzen gibt es spezielle Katzen- und Hundezahncremes. Diese Cremes können von den Tieren problemlos abgeschleckt werden. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen (zum Beispiel Hühnchen oder Fisch) helfen bei der Akzeptanz. Man kann mit einer Zahnbürste oder auch mit einem Baumwolltuch die Zahncreme auf die Zähne des Tieres auftragen und verteilen. Hierbei gilt: Ein einfaches Auftragen auf die Zähne ist gut, ein regelrechtes Putzen der Zähne ist besser. Einem Tier das Zähneputzen beizubringen, sollte mit viel positiver Bestärkung, Geduld und schrittweisem Üben erfolgen.

Sie wollen wissen, ob mit den Beißerchen Ihres tierischen Lieblings alles in Ordnung ist? Unser Zahncheck für zu Hause hilft weiter: 

  1. Frisst oder kaut Ihr Tier abnormal, oder meidet es feste Futterbestandteile?
  2. Speichelt oder blutet Ihr Tier aus dem Maul?
  3. Riecht Ihr Tier unangenehm aus dem Maul?
  4. Ist das Zahnfleisch um die Zähne gerötet oder blutig?
  5. Fehlen bei Ihrem Tier Zähne?
  6. Sind auf den Zähnen (vor allem hinten im Maul an den oberen Zähnen nachschauen) Beläge zu sehen?

Wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, sollten Sie Ihr Tier bei einem Tierarzt vorstellen. Eine Erkrankung in der Maulhöhle ist dann wahrscheinlich.

Wenn Sie die Zähne Ihres tierischen Lieblings täglich pflegen und regelmäßig (ein bis zweimal jährlich vor allem bei älteren oder Tieren mit schlechter Zahngesundheit) beim Tierarzt vorstellen, steht einem langen und kräftigen Zubeißen Ihres Vierbeiners nichts im Wege. 




Stachelige Gartenbewohner –
So helfen Sie Igeln richtig über den Winter

Es raschelt im Laubhaufen, dann erscheint ein kleines braunes Wesen und huscht schnell ins Gemüsebeet. Es ist Herbstzeit und in unseren heimischen Gärten sind wieder fleißig die Igel auf Futtersuche. Damit ein Igel in den Winterschlaf gehen kann, muss er sich zunächst ein gründliches Fettpolster anfressen. Das schaffen die stacheligen Tierchen in der Regel alleine, ohne dass wir Menschen eingreifen müssen. Mit einigen kleinen Taten können wir ihnen das Leben jedoch ein wenig erleichtern.

Laubnest für den Winter

Ein erster Schritt wäre es, den Garten für Igel zugänglich zu machen. Durch kleine Nischen in den Zäunen kommen die Tiere sicher in den Garten und können dort ausgiebig nach Futter suchen. Ebenfalls hilft es, wenn Menschen jetzt auf den Einsatz von Laubsaugern verzichten, da damit auch die Futtertiere der Igel aufgesaugt werden. Seien Sie auch vorsichtig beim Laub zusammenfegen und richten Sie gemütliche Laubhaufen in einer geschützten Ecke im Garten ein. Dort oder im Komposthaufen können sich die Stacheltiere zurückziehen und ihr Winternest bauen, in dem sie schlafen, bis das Frühjahr sie weckt.

Etwas Vorsicht ist bei Begegnungen zwischen Haustieren und Igeln geboten. Denn Igel sind häufig mit Flöhen befallen. Die Expertenkommission für Parasitenbehandlungen bei Haustieren ESCCAP empfiehlt daher, falls es zu einem Kontakt gekommen ist, die Tiere danach anschließend umgehend auf Flohbefall zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. „Weiterhin können Igel auch Magendarmparasiten haben, die auf Haustiere übertragen werden können“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Haustier und Igel zuliebe sollte daher kein direkter Kontakt stattfinden.

Zusätzliches Futter brauchen gesunde Igel nur selten. Sie finden in der Regel genug in unseren Gärten. Damit die Tiere den Winter sicher überstehen, sollten Igeljunge etwa ein halbes Kilo wiegen, bevor der Frost einsetzt. Auch die Erwachsenen brauchen entsprechende Energiereserven, um gut überwintern zu können. Kommt der Frost sehr früh, können Tierfreunde Igel unterstützen und etwas zufüttern. Dafür bietet der Fachhandel spezielles Igelfutter an. „Zusätzlich kann Katzenfeuchtfutter mit Haferflocken vermischt oder ungewürztes gegartes Rührei und Hackfleisch angeboten werden. Zum Trinken sollte den Tieren frisches Wasser bereitgestellt werden, aber keine Milch, denn die vertragen sie nicht“, empfiehlt Dr. Anette Fach.

Igel sind keine Haustiere

Igel benötigen nur selten menschliche Hilfe. Wenn sie einen kläglichen Eindruck machen, sollten Tierfreunde sie zunächst eine Weile beobachten, bevor sie eingreifen. Da die Tiere besonders geschützt sind, dürfen nur wirklich hilfsbedürftige Igel mitgenommen, gesund gepflegt, sachgemäß aufgezogen und im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Hierfür sollte sich der Finder in jedem Fall fachmännische Hilfe holen. Diese findet er bei einer Igelstation (beispielsweise unter www.pro-igel.de) oder alternativ auch beim nächstgelegenen Tierheim oder Tierarzt. Auf Unterstützung angewiesen sind die Tiere dann, wenn sie eindeutig verletzt, auffallend dünn sind, apathisch wirken und sich bei Kontakt nicht sofort zusammenrollen. Keinesfalls sollte ein Igel als Haustier gehalten oder als Spielgefährte für Kinder herhalten müssen.




Schwangerschaft und Katzenhaltung

Katzen müssen nicht ins Tierheim

Werdende Eltern und Katzenhalter stehen im Laufe der Schwangerschaft immer wieder vor der Frage, was mit ihrer Katze passieren soll: Schließlich müsse man überlegen, wohin das Tier, das die werdende Mutter eventuell mit Toxoplasmose infizieren könnte, umziehen könne. Es wird unterstellt, dass der Kontakt zum Schmusetiger prinzipiell eine Lebensbedrohung für das Ungeborene darstelle. „Leider werden aufgrund von Vorurteilen viele Katzen ins Tierheim abgegeben, wenn sich ein Baby ankündigt. Die Tierheime sind oft überfüllt." erklärt shelta-Leiterin Heike Engelhart.

TASSO e.V. erklärt, was zu beachten ist, damit keine Katze ihr Zuhause verlassen muss.

Nicht vom Katzenklo geht die größte Gefahr aus

Als Hauptargument für einen Auszug der Katze wird meist die Gefahr der Ansteckungsgefahr mit der Infektionskrankheit Toxoplasmose genannt. Studien belegen, dass die Hauptquelle des Erregers jedoch rohes beziehungsweise nicht durchgegartes Fleisch, wie Tartar, Steaks, Salami und Mettwurst ist. Auf den Verzehr hiervon sollten Schwangere unbedingt verzichten. Untersuchungen zufolge ist etwa jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens mit Toxoplasmose infiziert gewesen. Das Gute an der Sache: Hat die Frau einmal eine Infektion durchgestanden, bildet sie Antikörper und ist in der Regel vor weiteren Ansteckungen geschützt.

Prinzipiell sind schwangere Katzenhalterinnen gut beraten, wenn sie sich auf Toxoplasmose-Antikörper hin testen lassen. Zwar gehört dieser Bluttest nicht zur routinemäßigen Muttervorsorge, kann jedoch schnell klären, ob die Frau immun ist und somit kein Anlass zur besonderen Sorge besteht. Hat die Schwangere keine Antikörper im Blut, kann sie den Test in regelmäßigen Abständen wiederholen, um eine mögliche Infektion zeitnah zu erkennen und behandeln zu können. In jedem Fall gilt: Besprechen Sie das Thema ausführlich mit Ihrem Gynäkologen.

Hygiene im Umgang mit Katzen ist das A und O

Das Ansteckungsrisiko über den Kontakt zu Katzen ist weitaus geringer als durch den Kontakt und Verzehr mit Rohfleischprodukten. Dennoch müssen Katzenhalter wissen, dass Toxoplasmose-Erreger sich auch im Katzenkot befinden können. Hauptsächlich betroffen sind hiervon Freigänger, die den Parasiten beispielsweise über den Verzehr erlegter Mäuse zu sich nehmen und wieder ausscheiden. Wohnungskatzen sind wahrscheinlich keine Träger der Toxoplasmose, sofern sie nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden.

Tipps für schwangere Katzenhalterinnen

Katzen müssen ihr Zuhause nicht verlassen, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Wenn folgende Regeln beachtet werden, besteht in der Regel keine Gefahr der Infektion, selbst wenn das eigene Tier Träger der Toxoplasmose ist:

Der Tierarzt kann Katzen auf Toxoplasmose-Antikörper hin testen. Fällt der Test positiv aus, sollte durch eine Kotuntersuchung abgeklärt werden, ob die Katze Toxoplasmen ausscheidet. Auf jeden Fall ist besondere Vorsicht im Umgang mit dieser Katze geboten.

Nach jedem Kontakt mit der Katze sollten sich Schwangere gründlich die Hände waschen.

Schwangere sollten das Säubern der Katzentoilette jemand anderem überlassen. Steht niemand zur Verfügung, tragen sie grundsätzlich Einmalhandschuhe, die sie nach jedem Gebrauch wegwerfen. Anschließend gilt dennoch: Hände waschen.

Schwangere verzichten bei der Katzennahrung idealerweise auf rohes Fleisch.

Werdende Mütter vermeiden am Besten den Kontakt zu unbekannten oder kranken Katzen.

                                                                                                   

Diese Informationen werden von TASSO zur Verfügung gestellt und sind auf deren Internetseite nachzulesen.

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